Das Werkraumhäuschen – Eine Ausstellung, ein Gebäude? Ein Prozess!

Sat, November 20. 2021 – Sat, April 30. 2022

Werkraumhaus

Ein relevantes Kriterium in der Jurybewertung des Architekturwettbewerbs Constructive Alps sind die Materialkreisläufe der eingereichten Bauprojekte. Der Werkraum Bregenzerwald nimmt die Ausstellung Constructive Alps. Bauen für das Klima nun zum Anlass, um genau diesen Aspekt des nachhaltigen Sanierens und Bauens in der Handwerkspraxis auszuloten.

Den Ausgangspunkt bildet dabei die Montagehalle von Architekt Johannes Kaufmann für die Zimmerei und Tischlerei Kaufmann, die beim Constructive Alps Wettbewerb 2020 mit dem 2. Preis dotiert wurde. Am Beispiel der Halle wird der Aspekt des kreislaufgerechten Bauens in der Praxis näher betrachtet. Mitglieder des Werkraum Bregenzerwald bauen gemeinsam mit ihren Lehrlingen ein mobiles Modul, das Werkraumhäuschen. Im Fokus steht dabei das Bauen mit möglichst sortenreinen Materialien. Diese können nach einem Rückbau einfach ausgebaut und mit kaum einer Wertminderung wiederverwendet werden.

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Ist das Werkraumhäuschen aktuell eine einfache Tragstruktur aus massivem Holz, wird es in den kommenden Wochen und Monaten komplettiert. Bergenzerwälder Handwerksbetriebe sind aufgefordert, im Rahmen ihrer Möglichkeiten und Vorstellungskraft Beiträge zum Werkraumhäuschen zu fertigen, wodurch ihre Profession und Expertise direkt am Baukasten angewandt und vorgezeigt wird.

Das Werkraumhäuschen versteht sich also als Prozess – als Versuch, einen flexiblen Schauraum für die Innovationsfähigkeit von Bregenzerwälder Handwerksbetrieben zu schaffen. Dementsprechend kann im Laufe der Zeit auch auf neue Nutzungen reagiert werden, wodurch sich die Erscheinung des Häuschens wiederum wandeln wird. So gesehen kann nicht von einer Ausstellung im eigentlichen Sinne gesprochen werden. Das übergeordnete Ziel entspricht mehr einem kollektiven Denkprozess, einer gemeinsamen Diskussion über die zukünftigen Herausforderungen im Handwerk und wie diese gemeinsam gelöst werden können.

Initiatoren und Ausführungsplanung: Johannes Kaufmann, Matthias Kaufmann        

Entwurf und Leitung: Wolfgang Schwarzmann

Inhaltliche Begleitung: Dirk E. Hebel, KIT Karlsruher Institut für Technologie

Text: Wolfgang Schwarzmann

Mit freundlicher Unterstützung durch das Bunderministerium für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport

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